Skiurlaub in Steinach am Brenner
In der achten Klasse fuhren wir zum Skifahren nach Steinach am Brenner. Kaum angekommen, lernte ich bereits die österreichische Gastfreundschaft kennen. Während wir durch den Gasthof geführt wurden, wurden unsere Koffer bereits auf die Zimmer gebracht (die Verteilung war vorher festgelegt worden). Nach der Inspizierung der Zimmer musste ich mich einfach auf den Balkon begeben und den wunderschönen Ausblick genießen. Der Gasthof lag auf einem Hügel und man konnte auf der einen Seite ins Tal hinab blicken, während sich auf der anderen Seite die Alpen in den Himmel streckten. Irgendwo dort hinten war die Grenze zu Italien. Damals dachte ich, direkt hinter den Gipfeln würden Palmen wachsen und das Meer aufs Land treffen.
Weil wir den weiten Weg nach Steinach auf uns genommen haben um Skifahren zu lernen, wurden wir auch bald zur ersten Stunde gerufen. Hinter dem Gasthof befand sich der Anfängerhügel, der sich bei meiner ersten Abfahrt als Hinterhalt erwies. Weil ich nämlich nicht wusste, wie man bremst, raste ich ohne merklich an Geschwindigkeit zu verlieren auf einen Abhang zu. Retten konnte ich mich nur noch, indem ich mich auf den Boden geworfen habe. Wie dem auch sei, ich lernte das Skifahren recht schnell und genoss es, die wenig befahrenen Pisten hinunterzufahren. Am Nachmittag hatten wir dann Zeit uns den Ort anzusehen. Er hat wirklich nichts Besonderes zu bieten, erwähnenswert wäre vielleicht der schöne Brunnen am Marktplatz. Aber meiner Meinung macht gerade das den Charme von Steinach am Brenner aus. Der perfekte Ort zum entspannen und erholen.
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