Kiteurlaub an der Nordsee
Schon als Kind beobachtete ich während unserer Urlaube an der Nordsee die so genannten Kiter. Wie sie sich auf einem 140-200 cm langen Brett (ähnlich einem Wakeboard oder Snowboard) durch den entstehenden Gegendruck des Lenkdrachen über das Wasser ziehen ließen. Die Lenkdrachen gab es in verschiedenen Größen passend für die jeweilige Windstärke und Körpergröße, z. B. einen 10er Kite oder 14er Kite, die dann die entsprechende Quadratmeter Größe besitzen. Der Kite (Drachen) ermöglichte extreme Sprünge in die Luft – teils sogar regelrechte Flüge. Mein persönlicher Traum, endlich auch in „die Lüfte zu gehen“ erfüllte sich schließlich bei einem Kiteurlaub an der Nordsee im Jahr 2003. Es war ein fantastisches Gefühl. Fast als wenn ich übers Wasser gehen könnte. Mit dem Kite an mir merkte ich den Wind und die Wellen intensiver, weil ich durch das Kite eine Verbindung zur Natur spürte. Ich fühlte mich einfach frei. Losgelöst von den Sorgen des Alltags, von der Großstadt und vom alltäglichen Stress. Das Erlebnis des Kitesurfens, der raue Wind und die Wellen der Nordsee lassen mich bis heute nicht los. Durch meine Kiteurlaube sind auch schon Freundschaften entstanden und das Gute ist halt, wenn man sich dann wieder am Strand trifft, ist es wie ein kleines Netzwerk, dann achtet man auch automatisch auf jemanden, ob er grad nicht vom Wind mitgerissen wird, oder sich im Wasser befindet. Ich brauche inzwischen jedes Jahr meine kleine Auszeit vom Alltag des Ruhrgebietes und fahre an die Nordseeküste, um mich vom Wind treiben zu lassen.
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